28 September 2008

Perthes-Autographen im Handel

Im Juli stieß ich einmal mehr durch Google auf bislang unbekannte Perthes-Briefe, die im Handel zum Kauf angeboten wurden. Dankenswerterweise ließ mich Susanne Koppel aus Hamburg einen Blick in die beiden Konvolute werfen:

1) Im ersten Konvolut waren 5 Briefe enthalten, die aus dem Reventlow-Umkreis aus Emkendorf stammten. Sie stammen aus den Jahren 1813-1826 und sind an Johann Fr. Schönborn bzw. dessen Witwe Katharina Stolberg gerichtet. Als besonders interessant erwies sich der Brief an den ehemaligen Mitbewohner Schönborn, datiert auf den 18.01.1813. Hierin warnt ihn Perthes ausdrücklich, nach Hamburg zu kommen, da sich in Kürze "manchen aufklären" werde. Diese Formulierung unmittelbar vor dem "Aufstand" gegen die Franzosen ist bemerkenswert. Der letzte Brief vom 08.02.1826 an Katharina Stolberg zeugt von den Bemühungen Perthes' um den Nachlass seines verstorbenen Freundes. In der Tat befindet sich dieser heute im Hamburger Perthes-Nachlass.

2) Im zweiten Konvolut fanden sich neben einigen kleineren Schriftstücken (Quittung, Empfehlungen) ein Brief von Perthes vom 01.06.1836 an einen Hofrat in Göttingen mit engem Bezug zu den GGA - also an Arnold Heeren. Es ist der bislang einzige erhaltene Originalbrief des Verlegers an den Herausgeber seiner "Staatengeschichte", der zudem einen schönen Einblick in die Aufgabenteilung bietet. Perthes berichtet hier nicht nur vom Status der neuesten Bände, sondern von seinem Zusammentreffen mit dem Historiker Roepell in Halle - bei der Perthes ihn direkt unter Vertrag nahm, ohne die Redaktion zu fragen.

Mögen die Konvolute in die richtigen Hände gelangen!

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