08 Juni 2008

Rezensionen zu "Geschichte als Ware"

Hans Altenhein in "IASL Online", 03.06.2008

"Kaum zu glauben: Das Leben des berühmten Verlegers und hochverehrten Ahnherren einer modernen Branchenpolitik des Buchhandels hat nach über 150 Jahren zum ersten Mal eine Gesamtdarstellung gefunden, die wissenschaftlichen Maßstäben und höheren Lektüreansprüchen gerecht wird."

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Hans-Christof Kraus in "Das Historisch-Politische Buch" 2008/1, S. 15f, Sommer 2008

"Die exzellente Studie von Moldenhauer darf künftig als ein zum Verständnis dieser Zusammenhänge unverzichtbares, dabei hervorragend recherchiertes und nicht zuletzt gut geschriebenes Standardwerk zur Kultur-, Geistes- und Wissenschaftsgeschichte der Goethezeit gelten, das nicht nur von Historikern und Spezialisten für deutsche Verlagsgeschichte, sondern gerade auch von Literaturwissenschaftlern sowie von allen an deutscher Geistesgeschichte Interessierten zur Kenntnis genommen werden sollte."

Rainer Fürst in "Informationsmittel" IFB 16 (2008) - 01

"Überhaupt ist seine nuancen- und detailreiche Darstellung keineswegs unkritisch ausgefallen. Die kaum zu überblickende Menge von zeitgenössischen Materialien zu diesem grandiosen Porträt hätte das auch kaum zugelassen. Der Aufbau und die Anordnung der Zeugnisse zu einer trotz des beträchtlichen Umfangs gut lesbaren Monographie ist ein großer Wurf, der nicht leicht zu übertreffen sein wird."

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Ute Schneider in "sehepunkte" 8 (2008), 15.11.2008

"Die Studie besticht in zweierlei Hinsicht. Erstens geht Moldenhauer konsequent quellenorientiert vor und kann damit seine Argumentationen stets nachvollziehbar belegen. Zweitens ist gerade die überzeugende Struktur der Studie dazu geeignet, sämtliche relevanten Aspekte der Buchhandels- und Verlagsgeschichtsschreibung von der Verlegerpersönlichkeit über inhaltliche Programmanalysen bis zu ökonomischen Faktoren in Beziehung zueinander zu setzen und das historische Verständnis unternehmerischer Strategien zu schärfen. Moldenhauer legt eine zielführende, stringent durchdachte Studie vor, die interdisziplinäre Forschungsprobleme löst. Nachahmung erwünscht."

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Inge Grolle in der ZVHG 94 (2008), S. 321-324, November 2008

"Hinter diesem einfachen Ordnungsprinzip verbirgt sich die zehnjährige Mühe eines verlagskundigen professionellen Historikers. Allein die Erforschung der bislang ungenügend bekannten Quellenlage zu Friedrich Perthes, die ordnende Erfassung der vielerlei Teilnachlässe, die zur Beurteilung des Verlagsprofils ausschlaggebende Ermittlung nicht nur der Titel, sondern auch der Bogenproduktion, der Bogengrößen und der Nettopreise ist eine Pionierarbeit. (...) Die Beweisführungen des gelehrten Buches über Geschichte als Ware sind spannend zu lesen. Sie weisen historischen Forschern neue Wege und geben auch interessierten Laien Denkanstöße für die Beurteilung von Geschichtsschreibung."


Markus Völkel in der FAZ vom 15.06.2009

"Moldenhauer hat sich klugerweise nicht auf eine klassische Biographie eingelassen, wozu genug Material vorhanden gewesen wäre, sondern stellt den Verlag mit seiner kommerziellen Geschichte und gleichberechtigt damit Kernprojekte der Publikationsleistung in den Mittelpunkt. Der "Mensch Perthes" kommt in vielen Facetten in diesen Tätigkeiten zum Vorschein, erhält freilich vorwiegend in den Fußnoten das Wort. Die "biographische Methode" dieser Untersuchung besteht also darin, dass Perthes sich selbst und seinen Autor unablässig kommentiert. Das ist fast immer informativ, manchmal pedantisch, ab und zu auch kurzweilig, denn Perthes, besonders der alte, der unten in den Fußnoten brummt, kommt manchmal zu weiterreichenden Schlüssen über sich als der Autor selbst."

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Alf Christophersen in "Neue Politische Literatur" 53/3 (2008), S. 479f.

"Unter Aufnahme der umfangreichen Nachlassmaterialien im Hamburger Staatsarchiv und im Rekurs auf zahlreiche weitere Archivbestände verschränkt Moldenhauer biographische Skizze und Verlagsporträt zu einem nicht ohne Ambition entworfenen Gesamtpanorama. Die besondere Pointe dieser ehrgeizigen Qualifikationsschrift liegt im gekonnten Brückenschlag eines in aller Individualität doch auch epochenspezifischen Lebenslaufes und problemorientierter Buchhandelsgeschichte."

Klaus Ries in der ZThG 63 (2009), S. 384-387, Oktober 2009

"Dirk Moldenhauer hat rein großes Buch vorgelegt. Es ist weniger ein wissenschaftsgeschichtliches Werk, wie es der Untertitel suggeriert, sondern eine geschickt komponierte Biographie eines Verlegers. [...] Vielleicht wäre die Verbindung zur Bürgertumsforschung im Falle Perthes' sinnvoller gewesen als die zur Wissenschaftsgeschichte. Dennoch hat Moldenhauer großes geleistet und die Perthes-Forschung, die seit 30 Jahren etwas stagnierte, auf Jahrzehnte hin vorwärts gebracht."

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