18 Mai 2008

Briefwechsel mit Johannes von Müller

Johannes von Müller (1752-1809) war seit Erscheinen seines Hauptwerks, der “Geschichten schweizerischer Eidgenossenschaft“ (1786ff), der wirkungsmächtigste und einflussreichste deutschsprachige Geschichtsschreiber. Während seines Aufenthalts in Wien und Berlin (bis 1806) geriet er in finanzielle Schwierigkeiten, die ihn dazu veranlassten, ein neues Großprojekt zu starten: die „Universal Historie aus den Quellen“. Kurz darauf trat er in die Dienste des neuen Königs von Westfalen, Jerome, und provozierte damit einen Sturm der Entrüstung unter den "Patrioten".

Im Rahmen meiner Arbeit ausgewertete Quellen:

Über die "Universal Historie", die im 3. Kapitel meines Buchs (S. 218ff) näher untersucht wird, verhandelte er seit 1805 mit Cotta, Bertuch und auch mit Friedrich Perthes. Der umfangreiche Briefwechsel der Jahre 1805-1809 ist vollständig erhalten geblieben und enthält nicht nur viele interessante Details zur politischen Lage und der gesellschaftlichen Funktion des Historikers, sondern auch zur Kalkulation eines so umfangreichen Projekts. Das Werk erschien schließlich posthum bei Cotta.

Im Verlag von Perthes erschienene Werke:

keine

Weiterführende Literatur:

Katharina Middell, "Dann wird es wiederum ein Popanz für Otto ...", Leipzig 2006 (vor allem S. 33ff).
Julia Annette Schmidt-Funke, Auf dem Weg zur Bürgergesellschaft, Köln / Weimar 2005.
Matthias Pape, Johannes von Müller, Bern 1989.

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