18 Mai 2008

Briefwechsel mit Barthold Georg Niebuhr

Barthold Georg Niebuhr (1776-1831) gilt als einer der wichtigsten Wegbereiter der modernen Geschichtswissenschaft. In seinem Hauptwerk, der "Römischen Geschichte" (1811ff), wertete er die Überlieferung erstmalig historisch-kritisch aus - eine Arbeitsweise, an der sich u.a. Leopold Ranke ein Beispiel nahm. Seit 1825 hielt er an der Universität Bonn Vorlesungen zur Alten Geschichte.

Niebuhr und Perthes lernten sich im Frühjahr 1798 auf Vermittlung des Philosophen Friedrich H. Jacobi in Hamburg kennen, schlossen Freundschaft und blieben bis zum Tode Niebuhrs in engem Gedankenaustausch. Hierfür war nicht zuletzt die konservative Grundanschauung beider verantwortlich. Nach einer vorübergehenden Verstimmung zwischen beiden - ausgelöst durch einen öffentlichen Streit über die Rolle Hamburgs im Krieg gegen Napoleon - ebnete Niebuhr seinem Freund Perthes den Weg zum preußischen Hof.

Im Rahmen meiner Arbeit ausgewertete Quellen:

Unter Zuhilfenahme des umfangreichen Briefwechsel, der sich - von dem kriegsbedingten Verlust der frühen Briefe bis 1811 abgesehen, fast vollständig erhalten hat, wird der Anteil Niebuhr an Perthes' Weg zum Konservativen thematisiert. Besonders interessant sind die Stellungnahmen und Beobachtungen zu Niebuhr in Perthes' Tagebüchern von 1825 und 1829. Schließlich wurde in Kapitel V (S. 570ff) das Projekt der "Lebensnachrichten über B.G. Niebuhr" (1838f) analysiert.

Im Verlag von Perthes erschienene Werke:

(Barthold G. Niebuhr): Demosthenis erste philippische Rede (S.I. 1805).
(Dore Hensler, August Twesten (Hgg.): Lebennachrichten über B. G. Niebuhr, 3 Teile, 1838/39.

Weiterführende Literatur zu Niebuhr:

Gerrit Walther, Niebuhrs Forschung, Stuttgart 1993.

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